Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Moment - Kulinarium

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Von Heimatlosigkeit und Erlösung". Anlässlich des 160. Geburtstages von Gustav Mahler erzählt die Journalistin und Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa, wie der Komponist ihr Leben begleitet Vor 160 Jahren, am 7. Juli, wurde Gustav Mahler in Böhmen im kleinen Ort Kaliste geboren. Wollte man in seiner Familie eine Verbindung zur Musik finden, müsste man bis zu seinem Ururgroßvater zurückblättern: Abraham Jakob war nicht nur Gewürzhändler, sondern auch Kantor in der Synagoge. Der Nachname "Mahler", den er annahm, geht möglicherweise auf das Mahlen der Gewürze zurück. Gustav Mahlers Großeltern waren Schnapsbrenner und Seifensieder. Wer hätte bei seiner Geburt auch nur einen Kreuzer darauf verwettet, dass aus diesem Buben einer der bedeutendsten Komponisten würde? "Das hat mich als Jugendliche brennend interessiert, wie das sein kann und warum mir Mahlers Musik nicht nur unter die Haut ging, sondern mich in Tiefen erschütterte, die ich gar nicht kannte? Andererseits half sie mir auszuhalten, was schwer auszuhalten war", sagt die Musik-Journalistin und Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa. Eines der bekanntesten Zitate von Mahler ist das der dreifachen Heimatlosigkeit. Er sei heimatlos als Böhme unter den Österreichern, als Österreicher unter den Deutschen und als Jude in der ganzen Welt. "Als ich das las - meine Klasse musste mein einstündiges Mahler-Referat über sich ergehen lassen - schien mir das der Schlüssel zu sein. Wir waren fremd in der Stadt und integrierten uns nie. Und vor allem waren wir kein "Wir". Keine Familie. Ich kenne außer meiner alleinerziehenden Mutter, selbst ein Adoptivkind, niemanden, mit dem ich verwandt bin, und war in dem Haus, in dem ich aufwuchs, nur geduldet. Ich wusste überhaupt nicht, wer ich eigentlich war, woher ich kam und fühlte mich mutterseelenallein, aber nicht gottverlassen. Letzteres hat mir geholfen. Und die Natur, Bücher. Und Mahler!" Manche Schallplatten habe sie immer und immer wieder gehört, erinnert sich Jessa: die 1. und 5. Symphonie oder die Rückert-Lieder mit Dietrich Fischer-Dieskau: "Ich bin der Welt abhandengekommen". Später habe es auch Phasen größerer Distanz zu Mahler gegeben, "aber dann, wenn man so langsam eine Ahnung davon bekommt, wer man ist und seinen Platz in der Welt findet, dann ist die Zeit reif für die eigentliche Auseinandersetzung mit seiner Musik und dem, was sie bedingt. Davon möchte ich erzählen."

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Haimo Wissers Klavierkonzert "Mauer" bezieht sich nicht nur auf eine Klinik, sondern auch auf die Mauer aus Zeitziegeln. Clara Schumanns Privatleben - in Bankgeschäften, Kondolenzschreiben und in der Sorge um die kranken Kinder.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Heidi Strobl über ihr Feld im Weinviertel. Teil 4: Pflanzen mit Zukunftspotenzial Gestaltung: Ilse Huber Wenn man gärtnert, denkt man in erster Linie an Blütenpracht und Fruchternte - nicht unbedingt ans Klima. Sollte man aber. Denn was das Gärtnern mit dem Klima zu tun hat, zeigen fünf verschiedenen Schauplätze: Im oberösterreichischen Vöcklabruck schildert Sonja Pickhardt-Kröpfel vom Gemeinschaftsgarten "Subkultur", wie essbare Pflanzen und fruchttragende Bäume die Klimabilanz verbessern. In St.Pölten erzählen Christian und Lydia Kieslinger über geeignete Pflanzen in einem trockenen und schattigen Standort. Elke Zach aus Tirol ist von der klimaverbessernden Wirkung von Schwarzerde, die mit Pflanzenkohle hergestellt wird, überzeugt. Heidi Strobl aus dem Weinviertel macht sich Gedanken über Pflanzen, die trockene und heiße Bedingungen gut vertragen. Und Ingeborg Hirsch und Hildegard Burgstaller retten in Wien Pflanzen vor dem Müll.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Träume

Geheime Welt im Schlaf (4). Gestaltung: Katrin Mackowski Die Wissenschaft vom Traum erlebt eine Renaissance. Traumaktivität teilen wir mit vielen Säugetieren; mit Kühen, Hunden, sogar mit Meerschweinchen. Nachts offenbart sich unsere biologische, tierische Seite, die sich mit der kulturellen und sozialen unseres Geisteslebens vermischt. Neurobiologische und psychoanalytische Forschung, aber auch die funktionelle Bildgebung, ermöglichen heute einen umfassenden Blick auf den nächtlichen Traum als ein überlebensnotwendiges Phänomen. *Träume sind existentiell* Warum? Weil der Traum zu unserer psychischen und körperlichen Gesundheit beiträgt, vor allem dann, wenn wir emotional bewegt sind, Lustvolles erleben oder auch wie gerade jetzt, in der Zeit der Corona-Krise, Angst haben. Schon Sigmund Freud wusste, dass der Traum der "Hüter unseres Schlafes" ist. Entscheidend ist, ob und wie wir das Erlebte verdauen und emotional verarbeiten können. Träume zeigen also, wie gut wir psychisch funktionieren. *Was passiert, wenn wir träumen?* Neurologen, Biologen und Psychoanalytiker sind sich darüber einig, dass unser Gehirn im Schlaf in einem "ursprünglicheren" Zustand ist als tagsüber. Genau darum sind Träume so verschlüsselt, auch wenn es universelle, scheinbar schlichte Träume vom Fliegen, Fallen oder Nacktsein gibt, die wir über diverse Ethnien hinaus, miteinander teilen. Sigmund Freud schrieb bereits 1899, dass die Traumdeutung der "Königsweg zum Unbewussten" ist. Dabei entzauberte er den Traum, zergliederte seine Struktur und beschrieb die Mechanismen von Verdichtung, Verschiebung und Entstellung. Aber was ist dieses Unbewusste, das sich im Traum, und vor allem in der Traumarbeit der Psychoanalyse zeigt? Der Traum eröffnet Einblicke in eine archaische, primitive Welt; das Denken und Fühlen in Bildern, in Ereignissen oder Szenen, die Sprache und Vernunft übertrumpfen. Psychoanalytiker sprechen vom primärprozesshaftem Erleben; ein Erleben, das Urmenschen und Kleinkinder teilen. Beide können zwischen Vorstellen und Handeln, Wunsch und Wirklichkeit, Illusion und Realität, nicht differenziert unterscheiden. *Träumen wir auch dann, wenn wir wach sind?* Der Traum, das wissen Traumforscher, ist ein psychotischer Zustand, der während des Schlafs auftritt. Er ist eine komplexe halluzinatorische Erzählung oder Szene mit oft wahnhaften Merkmalen. Doch tatsächlich zeigen sich Elemente dieser Verrücktheit auch im Wachzustand. In Versprechern, Fantasien, Kreativität, in unbewussten Wünschen und Gefühlen, in Trancen oder unseren Tagträumen. Träume sind also keine magischen Botschaften oder Weissagungen, wie sie die Kulturgeschichte so schillernd erzählt, aber das magische Denken kann uns in jedem Alter beflügeln und zeigt sich in unseren Träumen als infantile, archaische Welt.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Kunst im Schatten der islamischen Zensur

Reflexionen über den Iran in Film und Literatur (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Bei der Berlinale 2020 ging der Goldene Bär an den iranischen Regisseur Mohammed Rasoulof. Er wurde für seinen Film "Es gibt kein Böses" ausgezeichnet, in dem er sich mit der Todesstrafe in seiner Heimat auseinandersetzt. Rasoulof konnte den Preis nicht persönlich entgegennehmen, eine Ausreise aus dem Iran wurde ihm verwehrt. Zugleich wurde ihm eine Haftstrafe angedroht. Den Goldenen Bären gewann bereits 2011 der Iraner Ashgar Panahi mit seinem Film "Nader und Simin: Eine Trennung". Und das sind nur zwei von zahlreichen internationalen Preisen, die iranischen Regisseuren in den vergangenen Jahrzehnten verliehen wurden. Iranische Filme und Bücher stoßen in vielen Teilen der Welt auf reges Interesse. Dabei kann man in Übersetzungen in westliche Sprachen oft lesen, was im Iran in persischer Sprache nicht veröffentlicht werden darf. Die Revolution von 1979, das Islamische Regime und die strenge Zensur bilden den Hintergrund, vor dem sich das Leben abspielt. Iranische Kunstschaffende streben häufig danach, die Grenzen auszuloten und ein wenig auszudehnen. In ihren Werken verarbeiten sie eine große Vielfalt an Themen: die soziale Ungleichheit, Umweltfragen, die Lage der Frauen, zwischenmenschliche Beziehungen, Scheidung, Autoritätskritik, Träume von einem anderen Leben, Emigration und Exil, Alltagssorgen und Alltagskuriositäten. Filmemacher/innen und Autor/innen können in ihrer Bildersprache auf die Jahrtausende alte persische Kultur ebenso rekurrieren wie auf große internationale Traditionen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Das neue Heiße

Was ist "Young" am Jazz in Österreich? (4). Gestaltung: Hans Groiss und Studierende Jazz ist eine Idee: Ideen bleiben zeitgemäß, wenn sie ihren Kerngedanken beibehalten, von ihren Traditionen und Ahnen nicht aufgehalten werden und sich weiterentwickeln können. Das Konzept von Jazz ist es, im Moment Gefühle musikalisch auszudrücken: Manchmal über einen komponierten Rahmen, manchmal bezogen auf das Gegenwärtige im Raum und häufig mit entfesselter Leidenschaft. Und: Jazz ist ursprünglich eine Musik der Minderheiten und auch eine Form der Volksmusik. Eine der ersten Jazzaufnahmen wurde im Februar 1917 von der Original Dixieland-Jazz Band in New York eingespielt und am 7. März als Platte veröffentlicht. Louis Armstrong war damals begeistert. Über den Atlantik eingeflogen, stand der US-amerikanische Musikexport im Zwischenkriegs-Europa für Ausgelassenheit: Josephine Baker und ihr Bananenröckchen beispielsweise entflammte Berliner Clubs. Image, Improvisation und Inszenierung hatte auch für die "Schlurfs" aus der Swing-Jugend Bedeutung: bunte Klamotten, auffällige Frisuren und ein eigener Lebensstil definierten ihren Widerstand gegen das NS-Regime. Im Österreich der Nachkriegszeit hatten Caterina Valente und Peter Alexander ein großes kommerzielles Publikum - abseits davon entwickelten sich Nischen bis heute, und erhielten sich vielerorts jung. Aber ist der Jazz für immer jung und welche Instrumente werden in der Gegenwart verwendet? Welche Einflüsse von anderen Genres wie etwa Hip-Hop, Techno oder Electro wirken in gegenwärtige Produktionen und wie können junge Jazzmusiker/innen aus Österreich von ihrer Musik leben? Wer online gut vertreten ist, wird eher wahrgenommen. Die eigene Homepage, Socialmedia und Musikvideos sind für Einpersonenunternehmen - und das sind die meisten Jazzer/innen - Standard. Die Session, also das Aufeinandertreffen von Musiker/innen die ihre Technik perfekt beherrschen und in gewissen Mustern frei improvisieren, hat nach wie einen hohen Stellenwert. Gemeinsames Improvisieren ist musikalische Kommunikation, Frage und Antwort-Spiel, sowie Zusammenklang und Battle, also Wettstreit. Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens sind Frauen im Jazz unterrepräsentiert und das Schaffen von Jazzer/innen ist weniger gut dokumentiert. Wieso werden Frauen hauptsächlich als Sängerinnen erfolgreich und gibt es in der Genderfrage Gegenströmungen in Österreichs "Szene"? Schafft es der junge Jazz hierzulande das Feuer der ursprünglichen Ideen am Lodern zu halten? Jazz kann nicht neu erfunden werden, aber mit anderen Genres und untypischen Sounds bzw. Zugängen kombiniert, entsteht etwas Neues: im Kern hat Jazz immer ein neues Gesicht, behaupten zumindest Hans Groiss und Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in dieser Musikviertelstunde. Schauen wir, ob die These hält.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Mirjam Jessa Das Lied als Herzstück in Mahlers Schaffen (IV): Gustav Mahler und Friedrich Rückert. "Nach 'Des Knaben Wunderhorn' konnte ich nur mehr Rückert machen - das ist Lyrik aus erster Hand, alles andere ist Lyrik aus zweiter Hand." Und so war es. Ab 1900 vertonte Mahler mit den "Kindertotenliedern" und den auch sogenannten "Rückert-Liedern" ausschließlich Gedichte des deutschen Dichters und Sprachgelehrten, nicht ohne hie und da die an manchen Stellen zum Kitsch neigende Lyrik etwas zu korrigieren. Wie nahe manche Lieder der im selben Zeitraum entstandenen 5. Symphonie stehen, besonders in Mahlers eigenen Orchesterfassungen, stützt als weiterer Beweis die These des Dirigenten Willem Mengelberg, dass der Kern von Mahlers Musik das Lied ist.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

?Vom Versuch, einen Glücksgott loszuwerden? von Ko Machida. Aus dem Japanischen von Katja Cassing und Jürgen Stalph. Haben Sie schon einmal versucht, eine "Liebesgabe" wieder loszuwerden? Z.B. diesen hässlichen selbstbestickten Polster, den Ihnen Tochter/Schwester/Nichte geschenkt hat? So etwas kann man nicht wegschmeißen. Verschenken auch nicht, oder verschenken Sie Dinge, die Sie nicht mögen? Zum Flohmarkt bringen? Kauft niemand! Und irgendwo liegenlassen - das würde sicher irgendjemand bemerken und Ihnen damit nachlaufen. So geht's auch dem Ich-Erzähler. Nur dass er keinen Polster loswerden will, sondern eine kleine Figur, den Daikoku, einen der sieben Glücksgötter. Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Peter Kislinger. Kaspar Singer (Violoncello) und Michael Schöch (Hammerflügel) interpretieren das Gesamtwerk für Violoncello und Klavier von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die beiden international erfolgreichen Tiroler Musiker lassen mit den beiden großen Sonaten, den Variations concertantes und zwei Miniaturen aufhorchen. Wer Aufführungen auf "Instrumenten der Zeit" eher skeptisch gegenübersteht, könnte - müsste eigentlich - nach dieser CD bekehrt sein. Das liegt nicht nur am Hammerflügel von Conrad Graf (Wien um 1835) aus dem Tiroler Landesmuseum. Dieses Instrument ist alles anderes als museal, das ist ein ungemein klangprächtiges, produzierendes, auf die Musik Mendelssohns wie zugeschnittenes Originalinstrument - und kommt dem Cello zugute, das vom Klavier nicht, wie so oft, in den Hintergrund gedrängt wird. Der farbige Klavierklang und das Cello mischen sich wesentlich werkgetreuer als mit heutigen Instrumenten. Zuletzt ist es aber dem Miteinander von Kaspar Singer, der "natürlich" auf Darmsaiten spielt, und Michael Schöch zu danken, welches diese beeindruckende CD zu einer Neubewertung der Cellomusik von Mendelssohn führen könnte. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Von Bayern in die griechische Antike und zurück: Carl Orffs Welttheater Die "Carmina Burana" sind Carl Orffs Segen und sein Fluch. Sie halten den Namen des vor 125 Jahren geborenen Münchners überall auf der Welt im Gespräch, verdecken in ihrer Popularität aber den Teil des Orff'schen ?uvres, das sich den durch sie geweckten Publikumserwartungen entzieht. Der Münchner, der sein "romantisches" Frühwerk vernichtete und von Alter-Musik-Renaissance mitgerissen war, strebte nichts weniger als eine Neuerfindung des Musiktheaters auf dem Fundament des antiken Theaters an - was dazu führte, dass von einer zur nächsten seiner Partituren "Melodie" immer radikaler ausgemerzt, durch rhythmisch akzentuierten Textvortrag ersetzt wurde und im Orchester die Schlaginstrumente übernahmen. "Antigonae", "Oedipus", "Prometheus" heißen diese ab den späten 1940er Jahren dominanten Orff-Dramen. Die von Carl Orff den "Carmina Burana" mit ihren vor-neuzeitlichen Texten zur Seite gestellten "Fortsetzungsstücke" weisen, musikalisch verbindlicher, in dieselbe Richtung. Aber wären nicht auch "Der Mond" und "Die Kluge", die in ihrer gestalterischen Eigenart ohne Vorläufer und Nachfolger geblieben sind wie alles bei Orff, eine Probe aufs Exempel wert, ob die Musikwelt noch mehr von diesem Original gebrauchen kann?

15.30 Uhr
Moment

Bekannt aus dem Ö3-Verkehrsfunk Nassereith/Fernpass und die Autoschlange am Wochenende Auf der Fernpass-Straße in der Tiroler Gemeinde Nassereith gehört Stau am Wochenende zum Alltag. Die Einwohner haben dann stundenlang kaum eine Chance, ihren Ort zu verlassen, Ausflüge zu machen oder einkaufen zu gehen. Wie gehen die Gemeinde und ihre BewohnerInnen damit um? Was wären Lösungen für die aktuelle Situation? Gestaltung: Alois Schörghuber

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Donnerstag ist Nachrichtentag. Da spricht Rudi mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Nachrichtenredaktion darüber, was es diese Woche in Österreich, Europa und der Welt Neues gibt.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Tipps, Tricks und Erfahrungen mit dem Vierbeiner Ilse Huber Die Ohren gespitzt, die Nase am Boden und die Zunge hechelnd. Die Sinne der Hunde sind weit besser ausgeprägt als jene beim Menschen. Das zeigt sich besonders dann, wenn Lawinenhunde Verschüttete retten, wenn Hunde die Fährte eines Verirrten aufnehmen oder wenn sie therapeutische Aufgaben erfüllen. Ob Schlitten-, Blinden- oder Kinohund, die vom Wolf abstammenden Tiere begleiten den Menschen seit Jahrtausenden. Zwei- und Vierbeiner haben einander gefunden. Ihre Beziehung zueinander prägt auch das Familienleben. Doch wie erzieht man einen Hund wirklich? Was braucht es für ein vertrauensvolles Miteinander? Was kann der Hund vom Menschen lernen und was der Mensch vom Hund? Welche Tipps, Tricks und wissenschaftlichen Erkenntnisse fördern den gegenseitigen Umgang? Die Ö1 Kinderunireporterinnen Amelia, Ariane und Lilli nehmen in Anwesenheit von Labrador Aristo mit der Tiertherapeutin Silke Katzensteiner die Fährte zu einem gedeihlichen Miteinander auf.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Saxofonist Heinrich von Kalnein legt die Doppel-CD "Möbius Strip" vor Als Saxofonist, Flötist, Bandleader (u. a. der Jazz Big Band Graz) sowie als Pädagoge an der Kunstuniversität Graz hat der in Baden-Baden geborene Heinrich von Kalnein, der 1982 in die Steiermark übersiedelt ist, seit den 1990ern unüberhörbare, international beachtete Akzente in der österreichischen Jazzszene gesetzt. Zum 60. Geburtstag am 4. Juli legt Kalnein die sehr gelungene Doppel-CD "Möbius Strip" vor: Sie enthält einerseits frei improvisierte Soloaufnahmen, die im Studio durch Bassistin Gina Schwarz und Schlagzeuger Lukas König zu virtuellen Trios erweitert wurden, zum anderen weitgehend ausnotierte Kompositionen für das KUG Saxophone Quartet - und steckt so einige wichtige Pole im breiten musikalischen Panorama Heinrich von Kalneins ab.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte des Gebärens. Mit Barbara Maier, Vorständin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Wilhelminenspitals des KAV. Gestaltung: Isabelle Engels Bis in die Neuzeit hinein war die Geburtshilfe eine reine Frauensache. Schwangere und Gebärende wurde von erfahrenen Hebammen unterstützt. Diese waren angesehene Frauen, deren Wissen mündlich tradiert wurde. Im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelte sich die moderne technisierte Medizin. Diese Entwicklung machte auch vor der Frauenheilkunde nicht halt. In vielen Städten wurden Gebär- bzw. "Accouchierhäuser" errichtet, wo auch ledige Frauen ihre Kinder zur Welt bringen durften - ohne Strafe, allerdings unter der Bedingung, sich durch männliche Ärzte und Studenten untersuchen zu lassen. Erste geburtshilfliche Instrumente wurden an diesen Frauen erprobt. Eine wesentliche chirurgische Erfindung dieser Zeit war der Kaiserschnitt, der im Notfall das Leben des Kindes retten konnte, jedoch für viele Gebärende den Tod bedeutete. Eine der Hauptursachen für die hohe Sterblichkeitsrate der Wöchnerinnen war bis ins 19. Jahrhundert hinein das sogenannte Kindbettfieber. Erst der Wiener Arzt Ignaz Semmelweis brachte dies in Verbindung mit der mangelhaften Desinfektion der Hände der behandelnden Ärzte. Im 20. Jahrhundert kam es einerseits zu einer weitere Medikalisierung und Hospitalisierung des Geburtsgeschehens, andererseits zu Gegenbewegungen hin zu mehr Selbstbestimmung werdenden Mütter.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Auch bei uns ist Alltags-, aber auch institutioneller Rassismus traurige Realität. Gestaltung: Elisa Vass Die Ermordung des Afroamerikaners George Floyd durch einen US-Polizisten am 25. Mai in Minneapolis hat weltweit für Empörung und Proteste gesorgt. Anfang Juni zeigten etwa 100.000 Menschen bei Demonstrationen in ganz Österreich ihre Solidarität für Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Denn Rassismus ist auch bei uns nach wie vor alltäglich. Schwarze werden anders, meist schlechter behandelt, auf der Straße, im Internet, in Lokalen, bei der Wohnungs- oder Jobsuche, aber auch von der Polizei und anderen Behörden. So werden schwarze Männer von der Polizei regelmäßig kontrolliert, egal wo sie sich gerade aufhalten und was sie tun. Das führt dazu, dass schwarze Österreicher/innen viel weniger Vertrauen in die Polizei haben als weiße. Wie unterscheidet sich der Rassismus hierzulande von jenem in den USA, wie schützen sich schwarze Menschen in Österreich vor Übergriffen und was kann die Gesellschaft dagegen tun?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Sommerreprisen: Tier x vier Füchse in der Stadt Von Lukas Tremetsberger Die rotbraunen Raubtiere fühlen sich nicht nur im Wald und auf Wiesen wohl, sie finden auch in urbanen Bereichen alles, was sie zum Leben brauchen. Begegnen kann man Füchse in der Stadt das ganze Jahr hindurch und zu allen Tages- und Nachzeiten. Doch die Lebensweise der Füchse in Stadtgebieten ist wenig erforscht. Wo sie vorkommen, wo sie ihre Baue graben und die Jungtiere aufziehen und wo sie jagen? Den Stadtfüchsen haben Teams an der Universität für Bodenkultur Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien ein 5-jähriges Projekt gewidmet. Sie riefen auch die Bevölkerung dazu auf, Fuchsbeobachtungen bekanntzugeben. So lassen sich städtische Füchse auch in Privatgärten erforschen, in Lebensräumen, zu denen die Wissenschaftlerinnen sonst keinen Zugang hätten. Wie passen Füchse ihre Lebensweise den urbanen Strukturen an? Wie können sie profitieren, wo verlieren sie? Und wie geht die Stadtbevölkerung mit den schlauen Raubtieren um?

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Aus nächster Nähe - Die Kammermusikreihe des RSO Wien. Kristina Suklar, Violine; Marianna Oczkowska, Violine; Mario Gheorghiu, Viola; Raphael Handschuh, Viola; Julia Schreyvogel, Violoncello. Ludwig van Beethoven: a) Fidelio (Fassung für Streichquintett eines unbekannten Beethoven-Zeitgenossen); b) Symphonie Nr. 8 op. 93 (Fassung für Streichquintett eines unbekannten Beethoven-Zeitgenossen) (aufgenommen am 10. Juni im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien). Präsentation: Andreas Maurer Beethovens Symphonien und seine einzige Oper Fidelio werden nicht nur im Beethoven Jahr "rund um die Uhr" gespielt, aber gerade das heurige Jubiläum gibt die Möglichkeit nachzuspüren, wie diese Werke so unglaublich populär geworden sind. In Beethovens Tagen war es nicht möglich auf Tonträgern, im Internet oder aber auch bei regelmäßigen Aufführungen in allgemein zugänglichen und leistbaren Konzerten die neuen Stücke zu hören. Der Siegeszug dieser Werke ging von den Kammermusikbearbeitungen aus, die oft zeitgleich mit den Partituren veröffentlicht wurden. Aus Ermangelung an Orchester-Aufführungen, hat man diese Werke einfach im privaten Rahmen, im Salon oder auch im einfachen Wohnzimmer, für geladene Gäste selbst musiziert. Ein Streichquintett bestehend aus Mitgliedern des ORF-Radiosymphonieorchesters lädt sie quasi in das Wohnzimmer dieses Klangkörpers, in den Großen Sendesaal des ORF Radiokulturhauses. Zu hören sind Ausschnitte aus Fidelio und die 8.Symphonie in anonymen Bearbeitungen für Streichquintett aus Beethovens Zeit. (Raphael Handschuh)

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Er singt wieder" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit André Heller, Künstler und Unternehmer (Erstausstrahlung am 09. Jänner 2020) "Spätes Leuchten" - so der Titel des im November 2019 veröffentlichte neuen Albums von André Heller. Er kehrt damit zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. 1985 hatte sein vierzehntes Album "Narrenlieder" das vorläufige Ende seiner überaus erfolgreichen musikalischen Karriere markiert. Als Veranstalter großer Ausstellungen und artistischer Inszenierungen machte er sich weltweit einen Namen. In Wattens gestaltete er die Swarovski-Kristallwelten, in Marrakesch eröffnete er den Garten "Anima", in Oberösterreich kaufte er Häuser, die einst Thomas Bernhard bewohnt hatte und schrieb darüber ein Buch. Mit dem Kauf des Kasperltheaters in der Wiener Urania rettete er eine Wiener Institution vor ihrem Verschwinden. Zu Gast bei Renata Schmidtkunz sprach André Heller Anfang des Jahres über sein neues Album, die Bedeutung der Musik und wie er zu ihr als künstlerischer Ausdrucksform zurückgefunden hat.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Träume. Geheime Welt im Schlaf (4). Gestaltung: Katrin Mackowski Kunst im Schatten der islamischen Zensur. Reflexionen über den Iran in Film und Literatur (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Das neue Heiße. Was ist "Young" am Jazz in Österreich? (4). Gestaltung: Hans Groiss und Studierende

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Elevate 2020. Das legendäre Pariser Lautsprecherorchester der GRM Der französische Komponist François Bayle entwickelte in den 1970ern das Acousmonium, ein bis zu 80 Lautsprecher umfassendes Orchester. Er war Mitglied der Pariser Einrichtung GRM, der Groupe de Recherches Musicales, die einer handverlesenen Gruppe von Komponisten das Experimentieren mit elektroakustischen Klängen und Tonbandaufnahmen ermöglichte. Für das Elevate Festival heuer im März brachte das INA GRM das Acousmonium nach Graz. Es wurden Kompositionsaufträge an Größen der elektronischen und elektroakustischen Szene, wie an die britische Cellistin und Komponistin Lucy Railton und KTL, dem Super-Duo von Sunn-O)))-Gitarristen Stephen O'Malley und Editions-Mego-Labelchef Peter Rehberg, vergeben, die live vor Ort zu erleben waren. Teile der Auseinandersetzung mit diesem exklusiven Lautsprecherensemble waren bereits in zwei Zeit-Ton-Sendungen im März und April zu hören, heute hören wir Werke vom australischen Elektronikmusiker John Chantler, dem schwedischen Klangkünstler BJ Nilson und dem deutschen Elektroniker Jan Jelinek. Gestaltung: Astrid Schwarz

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten